Wie funktioniert WERFEN / PRÄSENTIEREN / DRILLEN / LANDEN ?
VORAB-INFORMATIONEN
Die nachfolgenden Beschreibungen in den einzelnen Bereichen sollen helfen, dass Gesamtkonzept TENKARA in den Grundzügen zu verstehen.
Die nachfolgenden Beschreibungen in den einzelnen Bereichen sollen helfen, dass Gesamtkonzept TENKARA in den Grundzügen zu verstehen.
Ich muss aber anmerken, dass abhängig von Setup (Rute / Line) und Einsatz von Fliege (Trockenfliege, Nassfliege, Nymphe leicht, Nymphe schwer, Nymphe sehr schwer, Streamer,..) sich vorallem beim Werfen und bei der Präsentionen andere Abläufe ergeben und man sich nicht stur in den Grundlagen verfangen darf, sondern auf das Feeling und den richtigen Rhythmus achten muss, der die Rute richtig auflädt, die Fliege passend an das Ziel transportiert 
Man kann auf die enorme Flexibiltät und das kräftige Rückgrat von Tenkara Ruten vertrauen.
und ihr das verführerische Spiel schenkt.
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WERFEN
Die traditionelle Handhaltung (möglichst kurz vor dem Ende des Griffes) ist geprägt duch den nach vorne liegende Zeigefinger.
So wird die Rute zum Präzisionswerkzeug mit voller Kontrolle über Line und Fliege.
Die traditionelle Handhaltung (möglichst kurz vor dem Ende des Griffes) ist geprägt duch den nach vorne liegende Zeigefinger.
So wird die Rute zum Präzisionswerkzeug mit voller Kontrolle über Line und Fliege.

- Gegenüber der Fliegenfischer-Technik geht die Wurfbewegung (Radius) bei der Tenkara-Technik in der Regel (!) von 10 bis 12 Uhr. Dieser Weg kann sich aber durch die Ruten-Länge, die Ruten-Aktion, die Leinen-Länge, Vorfach-Länge, ob du eine Trockenfliege oder eine Nymphe (leicht / schwer) oder auch einen Streamer fischt durchaus verändern.
- Das Handgelenk wird mehr in die Wurfbewegung einbezogen und der Arm näher am Körper gehalten.
- Die Stopps bei den Rück- als auch bei den Vorwärtswürfen müssen gut ausgeführt werden, damit sich die Line / Rute auflädt.
- Gleich nach dem Vorwärtsstopp die Rute leicht senken, damit die Fliege sanft präsentiert wird.
Die wichtigsten Tipps !
Den Wurf-Arm eng am Körper halten, denn das:
- vermeidet schnelle Ermüdung
- gibt bessere Kontrolle der Rute
Beim Rückwurf:
- den Arm leicht hochnehmen
- mit einer Rückwärtsbewegung die Line / Rute aufladen
- und am Schluss das Handgelenk ganz leicht knicken
Beim Vorwärtswurf:
- den Arm wieder leicht nach unten nehmen
- und am Schluss das Handgelenk wieder leicht knicken, damit sich die Rute entladen kann
Arbeit des Handgelenkes / Ellbogengelenkes / Schultergelenkes beim Werfen

- Leichte kürzere Bachruten werden meist nur aus dem Handgelenk geworfen.
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PRÄSENTIEREN
Die Wurf-Line ist weg vom Wasser und Rute – Wurf-Line bilden ein Dreieck.
Die Wurf-Line ist weg vom Wasser und Rute – Wurf-Line bilden ein Dreieck.

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TENKARA FLIEGE BELEBEN
Da beim TENKARA FLiegenfischen sehr lange Ruten, sehr leichte Wurf-Lines verwendet werden und die Wurf-Lines nicht auf der Wasseroberfläche aufliegen, bestehen sehr einfache Möglichkeiten, den verwendeten Tenkara Fliegen (Kebaris) Lebeneinzuhauchen.
Da beim TENKARA FLiegenfischen sehr lange Ruten, sehr leichte Wurf-Lines verwendet werden und die Wurf-Lines nicht auf der Wasseroberfläche aufliegen, bestehen sehr einfache Möglichkeiten, den verwendeten Tenkara Fliegen (Kebaris) Lebeneinzuhauchen.
Variante A)
Durch rhytmisches - nicht hektisches - leichtes Anheben und Absenken (kleiner Bewegungsweg !) der Rutenspitze in einem sehr kleinen Bewegungsweg, wird die Kebari in Bewegung versetzt und ein Öffnen / Schliessen der Hechel erreicht.

Variante B)
Durch die direkte Verbindung zur Fliege bietet sich noch eine Möglichkeit an, um den Fischen ein lebendiges Insekt vorzugaukeln. Und zwar das sachte und rhytmische Klopfen mit dem Zeigefinger auf den Griff, wenn die Kebari abtreibt.
Wichtig !
DIREKTE Verbindung / direkter Kontakt zur Fliege, damit diese "Belebung" auch die Fliege erreicht !
Zwischen den "Belebungen" durchaus eine Pause einlegen.
Variante A) und B) kann man auch beim Nymphenfischen anwenden.
Variante A) und B) kann man auch beim Nymphenfischen anwenden.
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DRILLEN
Die langen, extrem flexiblen und kräftigen Ruten federn die Fluchten ab und ermöglichen es, den Fisch gezielt zu führen. Ich vergleiche das immer mit einem Hund an der langen Schleppleine. Wenn der Hund merkt, es geht nicht mehr weiter, dann beginnt er seitlich hin und her zu laufen. Dieses Prinzip lässt sich durchaus auf das Fischen mit einer fixen Leinenlänge übertragen – und funktioniert auch. Auch arbeite ich NIE gegen den ziehenden Fisch sondern „ziehe“ ihn in die Richtung, in die er schwimmt. Das irritiert den Fisch und er ändert seine Richtung. Durch Umlegen der Rute reagiere ich und arbeite wieder in seine Fluchtrichtung. Es ist auch festzustellen, dass die Fische nach dem Biss sehr oft von Oberfläche oder Mittelwasser in Richtung Gewässerboden flüchten, die Ruten die Fische aber auf ihrem Weg zum Grund regelrecht „aushebeln“ und so auch gewaltig aus dem Konzept bringen.
Die langen, extrem flexiblen und kräftigen Ruten federn die Fluchten ab und ermöglichen es, den Fisch gezielt zu führen. Ich vergleiche das immer mit einem Hund an der langen Schleppleine. Wenn der Hund merkt, es geht nicht mehr weiter, dann beginnt er seitlich hin und her zu laufen. Dieses Prinzip lässt sich durchaus auf das Fischen mit einer fixen Leinenlänge übertragen – und funktioniert auch. Auch arbeite ich NIE gegen den ziehenden Fisch sondern „ziehe“ ihn in die Richtung, in die er schwimmt. Das irritiert den Fisch und er ändert seine Richtung. Durch Umlegen der Rute reagiere ich und arbeite wieder in seine Fluchtrichtung. Es ist auch festzustellen, dass die Fische nach dem Biss sehr oft von Oberfläche oder Mittelwasser in Richtung Gewässerboden flüchten, die Ruten die Fische aber auf ihrem Weg zum Grund regelrecht „aushebeln“ und so auch gewaltig aus dem Konzept bringen.
Für den Drill sind folgende Regeln zu beachten:
- Rute darf schon beim Anhieb nicht unter der 10 Uhr Stellung sein !
- Damit lässt sich fast das ganze Kraftpotential der Rute vom ersten Augenblick an den Fisch übertragen.
- Beim Drill ebenfalls niemals die Rute unter diese 10 Uhr Stellung ziehen lassen. Noch besser ist, wenn die Rute zwischen 11 Uhr und 12 Uhr „eingerastet“ wird.
- Ellbogen beim Drill immer körpernahe halten und die freie Hand ca. 3-4 Handbreiten oberhalb des Griffes als Widerlager anlegen, aber nicht umgreifen.
- Darauf achten, dass nicht gegen den Fisch gearbeitet wird, sondern mit der oben beschrieben Technik der „Schleppleine“ der Fisch geführt wird.
Und … NEVER EVER … die Rute ins Wasser werfen und warten wie der Fisch reagiert und sich dann, wenn er sich beruhigt hat,sich die Rute wieder zu schnappen und den Drill erneut zu beginnen.
Man kann auf die enorme Flexibiltät und das kräftige Rückgrat von Tenkara Ruten vertrauen.
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LANDEN:
Schritt 1: Rute nach hinten kippen - damit der gehakte Fisch näher kommt.
Schritt 1: Rute nach hinten kippen - damit der gehakte Fisch näher kommt.
Schritt 2: Wurf-Line nun greifen und je nach Länge die Wurf-Line von Hand einziehen.
Schritt 3: Wurf-Line griffnahe fixieren.